Biografie

Nana Mouskouri kam am 13. Oktober 1934 in Chania auf der Insel Kreta als Joanna Mouskouri zur Welt.
Ihr Vater, geboren auf Kreta, arbeitete als Filmvorführer in einem Freilichtkino. ihre Mutter wurde auf Korfu geboren.

Nana begleitete oft ihre 2 Jahre ältere Schwester Jenny, die gerne singen möchte, in das Konservatorium. Da Nana eine wunderbare Stimme hat, fragte sie der Lehrer, ob sie nicht auch singen möchte. Nana lässt sich von ihm überreden, und besuchte fortan das "Conservatoire Héllenique".

Nana singt mit ihrem einem Stimmband voller Begeisterung. Sie liebt den Jazz, und von da an steht für sie fest, dass sie ihren eigenen Weg gehen muss. Ihre Eltern missbilligen ihre Entscheidung, doch Nana lässt sich davon nicht aufhalten. Ab sofort opfert sie jede freie Minute dem Proben mit einem Jazz-Ensemble. Ihre großen Vorbilder sind die amerikanischen Jazzinterpreten wie Bessie Smith, Mahalia Jackson oder Ella Fitzgerald. Als sie zwanzig Jahre alt ist, feiert sie im Radio Athen ihr Debüt als Jazzsängerin. Daraufhin wird sie des Konservatoriums verwiesen.

1958 Jahr lernt Nana den Komponisten Manos Hadjidakis kennen, der von ihr und ihrer Stimme hellauf begeistert ist und sofort Chansons für sie komponieren will. Er rät ihr, erst einmal auf Griechisch zu singen.

1960 heiratet Nana Georgios Petsilas, den Kapellmeister, Komponisten und Gitarristen. Aus dieser Ehe hat Nana 2 Kinder, Nikolas, geboren 1968 und Eleni, geboren 1970. Die Ehe wurde 1976 geschieden. Seitdem ist sie mit ihrem Produzenten André Chapelle liiert. Eine Liebe auf Distanz, da er in Paris lebt und sie in Genf.

Nanas Karriere begann 1961 in Deutschland. Mit ihrem Titel "Weiße Rosen aus Athen" erobert sie die Herzen der Deutschen.

In diesem Jahr lernt Nana Quincy Jones in Paris kennen. Er lädt sie in die USA ein. Dort nimmt sie dann in New York ihr erstes amerikanisches Album "The girl from Greece sings" auf.

Im März 1963 nimmt sie für Luxemburg beim "Grand Prix d' Eurovision" in London teil. Mit dem Titel "A force de prier" landet sie auf Platz 8.

Nana lernt Harry Belafonte kennen, der sie einlädt, mit ihm eine Tournee durch die USA zu machen. Es folgen vier Tourneen, die ihr das richtige Gefühl für Live-Auftritte vermitteln.

In Frankreich, ihrer Wahlheimat, feiert sie große Erfolge. Nach einem Auftritt im "Olympia", der renommiertesten Gesangs-Arena in Paris, im Oktober 1967, wird sie endgültig als französische Sängerin angesehen.

In England wird sie 1968 durch die Fernsehserie "Nana with guests" zum Medienstar. Die Serie läuft dort 13 Jahre lang und wird auch in vielen anderen Ländern ausgestrahlt. Nana wird auf der ganzen Welt bekannt.

1974 erhält Nana über drei Dutzend "Goldene Schallplatten". 19 Stück in Australien, 9 in Neuseeland und 12 in Europa. Eine "Diamantene Schallplatte" bekommt sie in Holland für das Album "Nanas book of songs".

Nach dem Ende der Militärdiktatur gibt Nana nach über 20 Jahren wieder ein Konzert in ihrer Heimat. Am 23. und 24. Juli 1984 konzertiert sie im Herodes-Attikus-Theater vor mehreren tausend begeisterten Zuschauern. Nach diesem "Konzert ihres Lebens" zählen die Griechen fortan zu ihren treuesten Fans.

Als Erinnerung an die im Athener Konservatorium verbrachten Jugendjahre nimmt sie 1988 ein Klassik-Doppelalbum auf. Sie macht eine Tournee durch 15 Länder Amerikas und tritt im Pariser Zenith-Theater auf.

Nana engagiert sich, trotz eines immensen Arbeitspensums, als Botschafterin und Weltvertreterin der Künstler der Unterhaltungsmusik bei der UNICEF und 1994 wird sie sogar als Abgeordnete Griechenlands ins Europäische Parlament gewählt. In diesem Jahr beginnt sie außerdem von Griechenland aus eine Welttournee, die sie in über 30 Länder der Erde führt, bevor sie 1995 in Quebec endet.

Während einer Amerika-Tournee 1997 stellt sie 35 Jahre nach ihrem ersten amerikanischen Album ein neues Album vor. Im Februar 1997 nimmt sie an der UNICEF-Gala teil und empfängt aus den Händen Harry Belafontes das "World Children Award", eine Auszeichnung für ihren Einsatz seit 1993. Am 11. September wird sie von Jacques Chirac zum "Ritter der Ehrenlegion" ernannt und am 25. Oktober 1997 gibt sie im New Yorker Dom St. John The Divin ein Ausnahmekonzert zu Ehren seiner Eminenz Patriarch Bartholomeos, des geistigen Führers der Orthodoxen Weltkirche. In New York erhält sie den "Athenagoras-Preis für den Schutz der Menschenrechte". In Amerika wird ihr "Konzert für den Frieden" ausgestrahlt.

Nana Mouskouri hat seit 1950 über 1350 Lieder in folgenden Sprachen gesungen: Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Spanisch, Italienisch sowie Japanisch, Niederländisch, Portugiesisch, Hebräisch und Welsch (Gälisch).

Für über 200 Millionen verkaufte Tonträger in der ganzen Welt erhielt sie bisher über 300 "Goldene", "Platine" und "Diamantene Schallplatten".

Im Jahre 2003 heiratete Nana ihren Produzenten André Chapelle.

Nana wohnt in Griechenland, Geneve und Paris.

In September 2004 begann Nana’s Abschiedstournee, die bis Mitte 2008 andauert. Dann ist die Zeit für sie gekommen, aufzuhören mit den großen Welttourneen. Die letzte Station Ihrer Weltabschiedstournee endet in ihrer Heimat Griechenland, Athen.