apr 202013
 

Nana Mouskouri over haar laatste tour door Duitsland

Nana Mouskouri en afscheid nemen

Een artikel van Nana Mouskouri over haar laatste tournee, in april en mei 2012. Nana spreekt over haar dipjes na haar grote afscheid, de Farewell World Tour, die in 2008 in Athene beëindigd werd, na jaren van concerten door vele landen. Nana Mouskouri kon het niet missen, het geven van concerten. En… eerlijk is eerlijk: Ze heeft nooit gezegd dat het laatste concert van de Farewell World Tour haar laatste concert zou zijn. Ze wilde afscheid nemen van alle fans, in goede gezondheid, en voordat het eventueel te laat zou zijn. Maar altijd heeft ze de mogelijkheid open gehouden dat ze ergens weer op zou gaan treden. En dat is gebeurd, in het kader van 50 jaar Weisse Rosen, het lied dat haar zo beroemd heeft gemaakt, in 1961. In Berlijn, heeft ze in november 2011 een concert gegeven om dit jubileum te vieren. Daarna, volgden er nog veel concerten, door Duitsland, Oostenrijk en Zwitserland. Ze heeft ook gezegd, dat het haar erg zwaar is gevallen, om niet meer (zo veel) op te treden. Dat ze een jaartje ouder wordt, zorgt er nog niet voor dat haar zin in het geven van concerten en het ontmoeten van haar fans minder is geworden! Dat blijkt zeker uit het onderstaande artikel, dat geschreven is door Nina Edler (interview) – voor NEWS.AT.

Nana Mouskouri- 27 april 2012 door Nina Edler

‘Eine tägliche, kleine Depression’

Die Sängerin über ihre Bühnen-Rückkehr, Whitney Houston und die Krise in Griechenland

Wer kennt sie nicht, die “Weißen Rosen aus Athen”? Gesungen von der Griechin Nana Mouskouri, die mit mehr als 250 Millionen Platten die erfolgreichste Sängerin nach Madonna ist. Eigentlich hat sie sich vor vier Jahren von der Bühne verabschiedet, doch zum 50. Geburtstag der Rosen kehrte sie noch einmal zurück für 16 Konzerte (eines davon ist am 27 April in Wien). NEWS.AT traf die 77-Jährige und plauderte mit ihr über die Rückkehr, die Situation in ihrer Heimat Griechenland sowie Whitney Houston.

NEWS.AT: Sie haben sich eigentlich vor vier Jahren von Ihrem Publikum verabschiedet. Was hat Sie doch wieder zurück auf die Bühne gebracht?
Nana Mouskouri: Das war eine schwierige Entscheidung, denn eigentlich wollte ich wirklich aufhören. Aber letztes Jahr war der 50. Geburtstag der „Weißen Rosen“ und diesen Anlass wollte ich feiern. Und zwar weil ich dankbar bin für alles, was mir in meinem Leben wiederfahren ist. So habe ich ein Konzert gespielt, worauf der Promotor und meine Managerin meinten, ich könnte noch weitere Konzerte machen. Und keiner hatte die Kraft oder den Mut, Nein zu sagen. Aber warum auch nicht? Ich liebe es, zu singen, also warum nicht noch ein bisschen länger…

NEWS.AT: Im April kommen Sie im Rahmen Ihrer Tour auch nach Wien. Was dürfen sich Ihre Fans erwarten – es soll ja ein Duett mit ihrer Tochter geben?
Nana Mouskouri: Ja, stimmt. Früher hat meine Tochter im Chor gesungen und jetzt kommt sie als Solistin mit. Auf meiner neuen CD „Rendez-Vous“ gibt es nur Duette – auch mit meiner Tochter. Wir haben außerdem ein paar Lieder extra aufgenommen für Deutschland und Österreich und da kommt sie auch mit, was etwas neu für mich ist.

NEWS.AT: Sie haben soviel erreicht, soviel veröffentlicht, soviel gemacht. Gibt es etwas, das Ihnen noch „fehlt“? Etwas, dass sie gerne noch erreichen möchten?
Nana Mouskouri: Ich glaube es ist genug, was alles in meinem Leben passiert ist. Es ist viel mehr, als ich je erwartet habe. Aber genau das war auch ein Problem in den letzten vier Jahren, als ich nicht auf der Bühne gestanden bin. Jeden Abend habe ich mich gefragt: Was mache ich hier? Das war wie täglich eine kleine Depression. Ich war 50 Jahre lang auf Tournee und das war auch der Grund, warum ich gehen wollte.
Was ich allerdings noch erwarte, ist, dass ich noch lernen kann. Das Leben ist eine Reise mit vielen Aufeinandertreffen. Ich habe so viele Leute kennengelernt. Von Harry Belafonte über Quincy Jones und Leonard Cohen bis Bob Dylan. Ich habe früher viel von Älteren gelernt. Heute kann ich von den Jungen lernen. Jetzt bin ich keine Überraschung mehr, aber ich kann überrascht werden.

NEWS.AT: Wer von den diesen angesprochenen jungen Künstlern schaffte oder schafft es, sie zu überraschen?
Nana Mouskouri: Amy Winehouse, Adele und früher auch Norah Jones – oder Whitney Houston. Whitney Houston war in den 80er-Jahren groß, da war ich zwar auch nicht mehr jung, aber ich war noch aktiv. Ich habe sie immer verehrt. Sie hat mit ihrer Art zu Singen und mit ihrer Stimme die Popmusik revolutioniert. Und auch wenn man nicht so singen kann, hat man doch eine Inspirationsquelle und das war und ist sehr wichtig für mich.

Bin stolz, Griechin zu sein

NEWS.AT: Sie leben in Genf und Paris, kommen aber aus Griechenland. Verspüren Sie keine Lust, wieder nach Griechenland zurück zu gehen?
Nana Mouskouri: Ich besuche oft und gerne Griechenland, meine Heimat. Die derzeitige Lage macht mich aber natürlich sehr traurig. Dennoch bin ich Griechin und sehr stolz darauf. Es ist schön, wenn ich helfen kann, denn ich glaube, wir Künstler können den Menschen Träume und Hoffnungen geben. Entscheiden müssen aber andere, das kann ich nicht. Ich hoffe, dass sich etwas ändert, denn das Problem ist nicht nur Griechenland, sondern auch Europa. Aber die Politik ist eine eigene Welt – und die ist nicht transparent.

NEWS.AT: Sie waren selbst einmal in der Politik tätig und Mitglied im Europäischen Parlament. Wieso haben sie damit wieder aufgehört?
Nana Mouskouri: Ich war im Parlament, weil ein Freund gesagt hat, ich könne meinem Land helfen. Ich wusste nicht, was ein Parlament ist, musste aber feststellen, dass es nicht meine Welt ist. Europa hat den Menschen keine Chance gegeben, einander kennen zu lernen um zusammenzuwachsen, was aber so wichtig wäre. Für einen Moment dachten sie, Politik und Wirtschaft könnten eine Welt bauen, doch meiner Meinung nach hätte sich die Welt zuerst kennen lernen müssen, der Süden den Norden verstehen und umgekehrt, denn die Menschen in Europa haben einfach nicht dieselbe Mentalität. So hat das ganze Problem angefangen und ich hoffe sehr, dass eines Tages eine Lösung gefunden wird.

NEWS.AT: „Weiße Rosen aus Athen“ ist ihr größter Hit, der allseits bekannt ist. Viele kennen aber auch NUR diesen Song, obwohl Sie viel mehr gemacht haben. Wie fühlt es sich an, nur auf dieses eine Lied reduziert werden?
Nana Mouskouri: Es gibt immer einen Anfang im Leben und ich kann das schätzen. Das Lied war sehr romantisch für meine Zeit und ich bin damit eine Stimme der Sehnsucht geworden. So bleibt das Lied immer wie mein erstes Kind. Und vielleicht wäre alles andere nicht passiert, hätte es die Rosen nicht gegeben. Die Eltern von heute sind mit meiner Musik aufgewachsen, aber natürlich, viele junge Leute kennen mich nicht, sie haben ihre eigenen Idole. Doch das ist normal so. Es ist eben eine jüngere Welt.

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